Superblock Margareten

Superblocks von Oben gesehen

Superblock Margareten

In Spanien nennt man sie Supermanzanas, in Katalonien Superilles, in Berlin Kiezblocks und international Superblocks. Das aus Barcelona stammende Superblock-Modell zur Verkehrsberuhigung von Wohngebieten hat weltweit zahlreiche Nachahmer:innen gefunden.

Viele Städte- und Verkehrsplaner:innen großer Metropolen setzen auf das katalonische Konzept für eine nachhaltige Mobilität, bessere Lebensqualität und effizienten Klimaschutz.

Die positiven Effekte durch Superblocks wie die Steigerung der Lebensqualität, die Reduktion der Schadstoff- und Hitzebelastung oder die Verringerung des Verkehrslärms sind durch zahlreiche Studien belegt. Die positive Auswirkung auf die Gesundheit der Bewohner:innen ist unbestritten.

Superilla in Barcelona

Das Gesundheitsinstitut von Barcelona hat errechnet, dass sich die Lebenserwartung der Bürger:innen durch die geplante Umsetzung von über 500 Superblocks in Barcelona um ungefähr 200 Tage steigern wird. Über 300 Todesfälle pro Jahr könnten durch die Verminderung der Umweltbelastung verhindert werden.

Zielsetzung des Superblockkonzepts ist die absolute Verkehrsberuhigung von Wohngebieten im urbanen Raum.  Dafür werden in Barcelona 3 x 3 Häuserblocks zu einem Superblock zusammengefasst. Das entspricht in etwa einer Fläche von 400 x 400 Metern.

Innerhalb dieses Gebiets gibt es keinen Durchzugsverkehr. Jedes Haus bleibt aber trotzdem erreichbar. Anrainer:innen, Feuerwehr, Rettung, Polizei, Zustelldienste oder die Müllabfuhr können weiterhin zufahren. Der restliche Verkehr wird um den Superblock geleitet.

Erreicht wird dies durch eine intelligente Einbahnführung und Durchfahrtsbarrieren. Mobile Bäume oder Blumentröge verhindern das Queren des Wohngebiets mit Autos oder LKWs. Auch Geschwindikeitsbeschränkungen wie Schritttempo oder 20 km/h zeigen Wirkung.

Ein weiterer postiver Effekt: Die Erfahrung zeigt, dass bei Bewohner:innen von Superblocks der Autobesitz immer weniger wird. Dies führt dazu, dass sich der Bedarf an Stellplätzen laufend reduziert. Die freiwerdenden Flächen bieten Potential für eine grüne Transformation und umweltfreundliche Initiativen.

Der Direktor der Behörde für Urbane Ökologie und Chefstratege der Superblocks in Barcelona Salvador Rueda sagt: „Eine Stadt beginnt eine Stadt zu sein, wenn sie öffentliche Räume hat“. Ruedas Vision einer Stadt, die nicht mehr von Autos dominiert wird, scheint in Barcelona Wirklichkeit zu werden.

Echte Verkehrsberuhigung jetzt – der erste Superblock für Margareten

Barcelona zeigt es vor – Margareten wird folgen. Zumindest, wenn es nach uns Grünen geht. Bei der letzten Bezirksvertretungssitzung haben wir den ersten ganz konkreten Superblock für Margareten rund um den Siebenbrunnenplatz beantragt. Durch minimale Eingriffe wird so der Durchzugsverkehr gestoppt und die Margaretner:innen bekommen echte Lebensqualität. Die Machbarkeit wurde bereits von der TU Wien bestätigt.

Zwischen Reinprechtsdorfer Straße, Fendigasse, Einsiedlergasse und Arbeitergasse ist ein Supergrätzel sofort umsetzbar und zusätzlich können auch noch zwei Fußgänger:innenzonen gewonnen werden. 

Für uns ist klar: Die Superblocks sind für unseren Bezirk eine riesige Chance.

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