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am 22. Mai

Trockenheit belastet auch die Stadt

Theresa Schneckenreither - Ein Grünes Margareten für mehr Lebensqualität in Zeiten der Klimakrise.

Obwohl das Corona-Virus derzeit Vieles aus den Nachrichten verdrängt, zeigte uns die Natur in den letzten Wochen, dass sich der Klimawandel nicht von einem Virus aufhalten lässt. Wieder einmal erlebten wir eine langanhaltende Trockenperiode, die Landwirt*innen bereits Sorgen bereitet.

Doch nicht nur die Versorgung mit Lebensmitteln ist durch die Trockenheit bedingte Ertragsverluste und verstärktes Auftreten von Schädlingen gefährdet. Auch die Verfügbarkeit von Trinkwasser und Energie kann durch geringere Niederschlagsmengen beeinträchtigt werden. Bewohner*innen des städtischen Raumes sind außerdem in den Sommermonaten stärker von Hitze betroffen, da diese in Mauern und Straßen stärker gespeichert wird und fehlender Niederschlag nicht die erhoffte Abkühlung bringt. Erhöhte Sterblichkeitsrate sowie verminderte Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden sind bereits auftretende Auswirkungen davon.

Neben überregionalen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und Sicherstellung der Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern, müssen wir auch im Bezirk daran arbeiten, uns auf die Auswirkungen der Klimakrise vorzubereiten und das Leben in der Stadt erträglicher zu machen.

Besonders in Margareten, wo nur 4% der Bezirksfläche Grünraum darstellt, fordern wir Grüne, dass dieser weiter ausgebaut wird. Mehr Bäume, mehr Parks, mehr Fassadenbegrünung sollen dabei helfen, durch die Verdunstung und den gespendeten Schatten die Umgebung abzukühlen. Dabei muss auch auf die Bepflanzung mit hitzetoleranteren Arten geachtet werden. Weiters sollen vermehrt Trinkbrunnen und Sitzgelegenheiten das Verweilen im Freien auch für ältere und geschwächte Mitmenschen weiterhin ermöglichen.