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am 13. September 2015

WAS HABEN PILGRAMGASSE UND MARGARETENPLATZ GEMEINSAM?

Webredaktion Grüne Margareten - Wir wollen uns endlich in einer der schönsten Gegenden des Bezirks wohlfühlen - deswegen müssen Pilgramgasse und Margaretenstraße schleunigst entschleunigt werden!

Wenn von Straßen und Plätzen Lärm, Gestank und Gefahren ausgehen, hält sich dort niemand gern auf - sondern gibt lieber Gas. Ein rasantes Beispiel dafür stellt die Pilgramgasse von der rechten Wienzeile bis hoch zur querverlaufenen, von Ziegelofen- bis Zentagasse begrenzten Margaretenstraße dar.

Eigentlich hätte der Abschnitt, den ansässige Kaufleute gern 5er City nennen, alles was man zum Leben und Wohlfühlen bräuchte: Diverse Geschäfte, gemütliche Cafés, einen richtigen schönen Platz mit Brunnen und als Krönung das Schlossquadrat, das einen der städtischen Höhepunkte des gesamten Bezirks bildet.

Tatsächlich aber ersticken die im Autobahnformat gehaltene Pilgramgasse sowie die vollkommen überdimensionierte Kreuzungsarchitektur am Margaretenplatz jedes öffentliche Miteinander im Keime. Das Überqueren der Pilgramgasse auf dieser Höhe gleicht einem Abenteuer. Die Abbieger von der Margaretenstraße hängen quengelnden am Gaspedal, weil sie sich die Grünphase mit den Fußgängern teilen müssen. Hier kommt man sich vor, als müsse man ein Minenfeld überqueren. Die Autos, die nicht abbiegen, sondern weiter Richtung Zentagasse wollen, können dafür (weil sie zwischen Preßgasse und Ziegelofengasse ausgebremst werden) endlich richtig Gas geben - und das tun sie auch. Auf diesem Streckenabschnitt muss man seine Sinne wirklich beieinander halten, um nicht unter die Räder zu geraten.

Solche Verhältnisse, die dem friedlichen Miteinander entgegenstehen, müssen nicht länger geduldet werden. Zumal die Ecke auch kein so relevantes Ventil für den allgemeinen Verkehrsfluss wäre, dass man dort nicht nach menschenwürdigen Maßstäben eingreifen dürfte. Daher fordern wir nachdrücklich eine allgemeine Verkehrsberuhigung in besagten Abschnitten. Die dafür notwendigen Maßnahmen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • - Verbreiterung und Begrünung der Gehsteige
  • - Schaffung von Aufenthaltszonen
  • - Angleichen von Fahrbahn- und Gehsteighöhe
  • - Einengen der Fahrbahnen
  • - Bushaltestellen ohne Einbuchtungen in den Gehbereich
  • - Tempo 30 im gesamten Bereich
  • - Bauliche Maßnahmen zur Tempo-Reduktion
  • - Zusätzliche Straßenquerungen für Fußgänger
  • - Ausbau der Radfahr-Infrastruktur

Die geforderten Baumaßnahmen und Umstrukturierungen können ​hier detailliert eingesehen werden.

Das Ziel ist, den motorisierten Verkehr im Bezirk zu entschleunigen, um diesen liebens- und lebenswert zu gestalten. Das schöne Wohnen soll nicht an der Haustüre enden, sondern sich im Freien fortsetzen. Wo der Verkehr sich beruhigt und Kinder ohne Lebensgefahr rumrennen können, wo Menschen sich auf der Straße begegnen und ohne gegen den Verkehr anbrüllen zu müssen einen Plausch halten können, da hebt sich die Stimmung und wächst die Gemeinschaft.

Wo die Gemeinschaft und Stimmung wachsen entstehen Gewerbe. Wir haben viel mehr Zeit als früher, wir leben länger und haben mehr Geld, dass wir am besten in unserer unmittelbaren Gegend ausgeben sollten. Das bringt dem Bezirk Geld und nicht etwa Parkraumbewirtschaftung, wie der sinnentleerte Autofanatismus von ÖVP und FPÖ uns weismachen will.

An schönen Plätzen tickt die Uhr langsamer und bietet Raum für neue Ideen und Freundschaften. Das ist die Idee, zu der wir die Margaretener einladen.